Weihnachtslieder-Hitparade 2011 – TOP TEN im Gottesdienst gesungen
Am zweiten Weihnachtsfeiertag lud Pfarrvikarin Konstanze Gholamvisy zu einem fröhlichen Lieder-Gottesdienst der TOP TEN der Weihnachtslieder in die evangelische Johanneskirche ein. 127 Gottesdienstbesucher hatten in der Adventszeit ihre Stimmen abgegeben und „Ich steh‘ an Deiner Krippen hier“ zu ihrem Nummer 1 Hit gewählt, dicht gefolgt von“ Oh du fröhliche“ , „Tochter Zion, freue Dich“ und “ Stille Nacht, Heilige Nacht“. Dieses weltweit beliebteste Weihnachtslied wurde in über 300 Sprachen übersetzt und entstand in Österreich erfuhren die aufmerksamen Zuhörer. Viele andere Lieder wurden noch gesungen und die Hintergründe beleuchtet. Ein spontan gebildeter Chor, Organist Tobias Rienth, Manfred Jung an der Trompete, Mitglieder des Flötenkreises sowie des Posaunenchores begleiteten die Lieder abwechslungsreich. Auch in der Predigt drehte sich alles um die beliebten alten Weihnachtslieder. Konstanze Gholamvisy verdeutlichte am Beispiel des Liedes „Ich steh an deiner Krippen hier“ die tiefe Frömmigkeit und das bedingungslose Gottvertrauen der Lieddichter. „Paul Gerhard hat Schweres durchleiden müssen: 30jährigen Krieg, Hunger und Pest. Dazu musste er vier seiner Kinder zu Grabe tragen. Aber er hat erfahren, dass Jesus alle Trauer und Tränen mitgetragen hat – so sehr, dass er sogar wieder voll Freude und Zuversicht durch Leben gehen konnte.“, so die Botschaft der jungen Predigerin. „Wir und Jesus: das ist wie ein Glas Wasser im Spülbecken: Das Glas ist im Wasser, und das Wasser ist im Glas. So ist Jesus in meinem Herzen und ich bin in Jesus. Jesus steht an unserer Seite. Ergreifen wir die Hand, die uns Jesus Christus aus der Krippe entgegenstreckt!“, forderte Konstanze Gholamvisy die Gottesdienstbesucher auf. Sehr feierlich war die Stimmung, als die Gemeinde zum Abschluss des Gottesdienstes ganz bewusst die Texte von „O du fröhliche“ sang. Das Lied, das in drei kurzen Sätzen die frohe Weihnachtsbotschaft zusammenfasst.
„Weihnachten wird unterm Baum entschieden!“
Dies war die Überschrift der diesjährigen Heiligabendpredigt in der Familienchristvesper von Pfarrer Götz Häuser. In seinen Ausführungen erklärte er überraschenderweise, wie Recht der Medienkonzern ungewollt mit seiner provokanten Werbung hat. So ist der Christbaum ein altes Symbol für den Paradiesbaum, den Baum des Lebens, von dem am Anfang der Bibel berichtet wird. Einer Legende nach wurden aus seinem Holz später die Krippe und das Kreuz gezimmert. Mit dem Baum hat Gott sich also mit uns Menschen versöhnt und verbunden. „ Weihnachten hat Gott sich entschieden, dass er Dir nah sein und in Deine Welt kommen will. Jetzt ist es an Dir, Dich auch für ein Leben mit ihm zu entscheiden“, ermunterte Götz Häuser die großen und kleinen Gottesdienstbesucher.
Zuvor hatte Kinder im Krippenspiel die Weihnachtsgeschichte erzählt. Hirten und Könige fanden das Kind in der Krippe. “Der Heiland kam auf unsere Erde, wir glauben, was der Engel sagt.“, beteuerte der kleine König. Die Kindergottesdienstkinder sangen „Du kamst vom Himmel zu uns herab, du bist der König der Könige“.
Josef haut nicht einfach ab
Im Anschluss erlebte die wie immer bis zum letzten Platz gefüllte Johanneskirche eine sehr festliche Christvesper. Pfarrer Götz Häuser stellte dieses Jahr (nach dem Engel im Vorjahr) Josef in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Diesem hatte Gott in einem Traum von der unglaublichen Schwangerschaft erzählt. „Er haut nicht einfach ab, sondern steht zu Maria und weist alle Gerüchte um die Schwangerschaft zurück.“, bewundert der Pfarrer den unerschütterlichen Glauben dieses Mannes, der immer nur im Hintergrund steht. Mit einem jubelnden „Gloria, Ehre sei Gott in der Höhe“ ging der Gottesdienst zu Ende.