Newsletter 17-2021

Liebe Leute in unserer Kirchengemeinde und drum herum,

Heute kommt der stärkende Impuls von Lehrvikarin Lisa Kern:

Vor ca. 3 Wochen, an einem wieder einmal sehr kalten und etwas nebligen Morgen, will ich mit unserem 2,5 Jährigen aus dem Haus. Er protestiert: weder die dicken Winterstiefel sind ihm genehm, noch die Mütze auf dem Kopf. Ich kann ihn so gut verstehen: auch ich habe keine Lust mehr auf die Kälte, wünsche mir Sandalen an die Füße und Sonne auf die Haut. Doch als er in seiner dicken Jacke etwas widerwillig vor die Haustüre stiefelt, bleibt er plötzlich stehen, hält einen Moment inne, dreht sich zu mir um und sagt mit einem riesigen Strahlen und etwas Verwunderung im Gesicht: „Mama, die Blumen blühen – der Sommer kommt!“ Er geht daraufhin vergnügt und vor sich her singend die Treppe hinunter. Dicke Winterstiefel hin oder her.

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Newsletter 16-2021

Liebe Leute in unserer Kirchengemeinde und drum herum,

Zum schönen Frühlingsthema „Wachsen im Glauben“ gab es am Sonntag im Gottesdienst drei praktische Anregungen, die ich hier verblümt noch einmal weitergebe, anhand von drei Pflanzen, die wir zur Zeit in vielen Gärten und Grünflächen sehen können:

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Da nahte sich Jesus und ging mit ihnen

Predigt über Lk 24,13-35
Ostern 2021, Johanneskirche Bühl

I

Es reicht mir, Leute. Ich halt das nicht mehr aus: diese düstere Stimmung, dieses ständige Warten auf die nächste Schreckensmeldung, diese gereizten und erschöpften Gestalten, die hier rumhocken und sich gegenseitig anmeckern oder bedauern. Und dieses Jammern „… was jetzt wohl wird“. Das war schon gestern kaum zum Aushalten, als alle hier zuhause bleiben mussten wegen dem Feiertag. Wenn Jesus das wüsste, wie die hier drauf sind: seine lieben Herrn Apostel – handverlesen und jetzt so ein jämmerlicher Haufen. Und dann noch diese durchgeknallten Frauen, mit ihren Phantasien von dem leeren Grab.

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Vater, vergib ihnen

Predigt über Lk 23,32-46
Karfreitag 2021 / Johanneskirche Bühl

I

Verwirrung, Chaos, Eitelkeiten, Machtspiele in der Politik; einsames Sterben, Überforderung und Furcht in vielfacher Gestalt; Feigheit und Laufen lassen, Gefälligkeiten und Geschäfte, dunkel mitten am Tag; Offenheit im Allerheiligsten und am Abend Ausgangssperre, weil die Sabbatruhe eingehalten werden muss! – So war das damals. Eine Geschichte, die aus dem Ruder lief, die nicht mal seine Freunde so erwartet hatten oder seine Familie. Und mittendrin Jesus: ohnmächtig, ausgeliefert und bis auf ein paar Worte seltsam passiv. Er tut nichts, wehrt sich nicht, redet wenig. In was für einen „Krieg“ ist er geraten? Und gibt es wirklich am Ende „Frieden“ – Frieden, der ewig hält?

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Newsletter 15-2021

Liebe Leute in unserer Kirchengemeinde und drum herum,

Heute kommt der stärkende Impuls von unsere Diakonin Ute Gatz: Konntet ihr in den Osterferien auftanken? Freunde und Familie treffen, im Garten etwas anpflanzen, raus in die Natur und Sonne genießen, lecker kochen, lesen… das gehört zu den schönen Dingen, die meinen Lebenstank auffüllen.

Und das war auch nötig, denn gerade die letzten Wochen haben ganz schön Kraft geraubt. Manchmal fühle ich mich so, als wäre mir der Stecker gezogen worden. Ich bin dauermüde und frustriert und wütend, (es gibt dafür sogar jetzt eine eigene Wortschöpfung: „mütend“) und habe gar keine Lust mehr mich selbst zu motivieren und Dinge zu planen, denn wer weiß, ob ich sie nicht in zwei Wochen schon wieder absagen muss.

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SPENDEN

Da wir aktuell keine öffentlichen Gottesdienste feiern und damit auch die üblichen Spendensammlungen entfallen, freuen wir uns, wenn in dieser Zeit dennoch für Menschen in besonderen Nöten gespendet wird.

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Newsletter 14-2021

Liebe Leute in unserer Kirchengemeinde und drum herum,

Es war ein seltsamer Ostergottesdienst, mit kleiner Besetzung in unserer Johanneskirche, weil gerade in diesen Tagen die Inzidenzzahlen so in die Höhe gegangen waren (schön, dass in der Zeitung so positiv darüber berichtet wurde, siehe Anhang).

Und dennoch haben wir gefeiert: laut und fröhlich, mit Posaunenchor und kraftvollem Gesang, im Licht des Ostersonntags und der Osterkerze und mit der wunderbaren Botschaft, dass der Auferstandene gerade zu denen kommt, die auf der Flucht sind vor Frust und Überforderung, vor Zukunftsangst und Schwermut. Dass Christus zu den Zweiflern kommt und zu denen, die sich in der Bibel nicht so gut auskennen. Mit denen verbringt Jesus seinen ersten Tag im Neuen Leben, den entscheidenden Tag der Weltgeschichte, geht mit ihnen wandern und erklärt ihnen die Bibel, isst mit ihnen zu Abend und zeigt sich ihnen in seiner Lebendigkeit und Gegenwart (Lukas 24,13-31). Und wenn Jesus mit denen geht, dann auch mit uns, um uns mitzunehmen in sein Leben und in seine Freude!

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Newsletter 13-2021

Liebe Leute in unserer Kirchengemeinde und drum herum,

Nein das ist kein schwarzer Humor. Das ist ein heller, bunter göttlicher Humor, der alles Düstere entlarvt und in den Schatten stellt.

Noch sind wir nicht beim Osterlachen, sondern mittendrin im Auf und Ab, im Hell und Dunkel der Karwoche: morgen am Gründonnerstag das traurig-schöne Abschiedsmahl, das uns zum Abendmahl und Fest geworden ist. Am Freitag dann die Dunkelheit, die ungelösten Fragen und nach der Verzweiflung am Kreuz das Grab, verschlossen mit dem schweren Stein. Doch dann am Sonntag helle Freude, am ersten Tag der Woche, also am ersten Schöpfungstag, an dem Gott sprach „es werde licht!“, an dem der Schöpfer dem Chaos eine Grenze gesetzt hat: Ostern – jener ebenso unwahrscheinliche wie unerwartete Neuanfang, der alles von Grund auf verändert.

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Hoffnungs-Grüße & Straßenkreide

Liebe Leute in unserer Kirchengemeinde und drum herum,

wir haben es im letzten Jahr mit großem Spaß getan – lasst es uns wieder tun!

Viele haben sich in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag auf den Weg gemacht und haben mit bunter Straßenkreide die Osterbotschaft auf die Straßen von Bühl gebracht: auf Gehwege und Hauseinfahrten, auf Laternenpfähle und öffentliche Plätze, an Bushaltestellen und Fußgängerampeln, vors Krankenhaus und Pflegeheime, vor die geschlossenen Läden in der Fußgängerzone und sogar auf Baumstämme im Wald … (natürlich ohne irgendwas zu beschädigen).

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