Gemeindeifo (Corona45) 4.Februar 2021

Liebe Leute in unserer Kirchengemeinde und drum herum,

ich schreibe diese Zeilen heute aus der Quarantäne. Letzte Woche hatte ich Kontakt mit einem Covid infizierten Menschen. Nun muss ich mich – amtlich verordnet – zurückziehen und alle persönlichen Kontakte unterbrechen.

Am Montag darf ich wieder unter die Leute und an die frische Luft! Eine seltsame Erfahrung. Eine Art Zuspitzung der ohnehin überall gebotenen Abstände und Schutzmaßnahmen. Mein Beitrag, um niemanden in meinem Umfeld zu gefährden. – Wie es anderen wohl geht, die auch in „normalen Zeiten“ viel alleine sind? Manchen geht es damit gut. Sie haben sich auf das Single-Leben eingestellt und kommen klar. Für andere aber war die Einsamkeit auch vor der Pandemie schon schwer erträglich, und nun spitzt sie sich zu. Begegnungsräume und Berührungen sind noch viel seltener geworden.

Darum gehört es zum Wichtigsten, was wir als christliche Gemeinde in unsere Gesellschaft einbringen: dass wir Gemeinschaft anbieten und persönliche Begegnungen und dass wir wirklich Leben miteinander teilen. Wobei wir nicht allein durch unsere Sympathie verbunden sind oder durch bestimmte Interessen. Sondern durch Christus, der uns einander anvertraut und uns zusammenhält.

Auch wenn wir manchmal miteinander ringen, weil wir so unterschiedlich sind. – Natürlich müssen wir in unserer Gemeinde in Zukunft digitaler werden, weil immer mehr Menschen auf diesen Kanälen unterwegs sind. Aber wir müssen auch persönlicher werden, weil echte Begegnungen nötig sind und unersetzbar bleiben. Und am besten beginnen wir gleich: Ruf jemand an, der dir gerade einfällt. Rede mit dem, der dir nachher begegnet, über das, was dir persönlich wichtig ist. Teile mit ein oder zwei Menschen, was dich wirklich beschäftigt (auch hinter der Schokoladenseite) – kaum etwas entlastet mehr. Und bleib bei all dem immer im Gespräch mit Gott und in der Lebensgemeinschaft mit ihm.

Wie immer ein paar Neuigkeiten und Informationen:

  • Herzliche Einladung zum Gottesdienst am 7. Februar 10.00 Uhr in unserer Johanneskirche (parallel Minikirche und Bibelbande) und zugleich im Livestream auf unserem YouTube-Kanal. In Zuge der aktuellen Regeln zum Pandemieschutz müssen in Zukunft im Gottesdienst medizinisch taugliche Schutzmasken getragen werden. Unsere Lehrvikarin Lisa Kern wird den Gottesdienst mit uns feiern.
  • Lisa Kern war und ist auch Teil im Team um Erika Trojansky, das unsere Senioren im Kreis der „Älteren Generation“ auch in diesen unruhigen Zeiten begleitet und immer wieder das Gespräch sucht. Zuletzt über die aktuelle Jahreslosung und was es mit der Barmherzigkeit auf sich hat. Viele Telefonate wurden dazu geführt, die Ergebnisse auf einer Wand zur Jahreslosung in unserer Kirche festgehalten, zum Auftrag Jesu: „Seid barmherzig wie auch euer himmlischer Vater barmherzig ist“ (Lk 6,36). Auch davon fließt etwas in den Gottesdienst ein. Lasst euch überraschen.
  • Wie schön, dass am vergangenen Sonntag so viele an der digitalen Gemeindeversammlung teilgenommen haben. Zeitweise waren über 70 Geräte (und noch mehr Personen dabei), und auch im Nachhinein haben etliche Leute sich dieses digitale Treffen noch einmal angeschaut, es ist nach wie vor über diesen YouTube-Link erreichbar: https://youtu.be/xoJWLgAxMps. Tobias Rienth und Ewald Meier wurden morgens nach dem Gottesdienst mit jeweils 48 Stimmen zum Vorsitzenden und Stellvertretenden gewählt. Der ausführliche Bericht von Stefanie Schwarz und Kerstin Stopp gab Einblicke und viele Infos zur Arbeit unseres Kirchengemeinderats, der vor einem Jahr einen unerwartet steilen Einstieg hatte und der als Leitungsteam trotz Corona viel aufrecht erhalten und mit großem Einsatz weiterbewegt hat.
  • Ute Müller gab einen umfassenden Einblick in den Stand unseres Bauprojekts, das wir seit über zwei Jahren mit großem Schwung und großen Hoffnungen voranbringen. Wir stehen vor enormen Herausforderungen aber auch vor wunderbaren Chancen. Wir erleben Widerstände, auch in unserer Kirche, aber auch viel Zuspruch und Rückenwind, zuletzt durch eine große Spende und eine unerwartete Erbschaft. Die 90.000,- Euro aus diesen Zuwendungen sind mit weiteren Bauspenden und unseren Rücklagen ein guter Grundstock für weitere Spenden, die wir in den nächsten Monaten und Jahren brauchen werden.
    Ganz bestimmt ist unser Vorhaben gewagt, zumal in diesen wilden Zeiten. Aber es ist auch geboten und verheißungsvoll, weil wir erleben, dass Christus in seiner Gemeinde wirkt, dass er uns Türen öffnet, dass er Menschen dazuruft und zusammenbringt und dass wir in unserer Stadt gemeinsam etwas zum Guten bewegen und beitragen können.
    Notwendige Sanierungsmaßnahmen und Barrierefreiheit, aber auch mehr Raum für Kinder und Senioren, Jugendliche und Erwachsene, für Musik und Seelsorge, aber auch für unser diakonische Arbeit und vor allem für gute Begegnungen mit Gott und miteinander – darum geht es. Und gemeinsam packen wir das! Wir haben ein starkes Team, mit Ute Müller und Werner Venter und mit vielen weiteren kompetenten und engagierten Leuten, und eine vitale Gemeinde, vor allem aber das Vertrauen auf Christus, dem die Zukunft gehört.
    Wir halten euch auf dem Laufenden, demnächst auch über eine eigene Rubrik auf unserer Homepage. Und bitte: fragt uns, sprecht uns an. Wir geben jederzeit gerne Auskunft und freuen uns über alles Mitdenken, Mitmachen, Mitreden und Mitbeten!
  • Im Anhang gibt der Jahres-Rundbrief unserer Gemeindediakonin Ute Gatz einen guten Einblick in ihre Arbeit mit Kindern und Familien. Den Rundbrief haben wir zusammen mit den Spendenbescheinigungen an alle Förderer im „Förderverein evangelische Johannesgemeinde e.V.“  verschickt, mit einem großen Dankeschön für alle Unterstützung, die so gute Früchte trägt.
  • Dazu gibt es im Anhang einen Infobrief mit Kurzberichten aus Uganda, Nigeria, China, Indien und Pakistan, wo Christen heftige Widerstände und Verfolgung erleben. Lasst uns diese bedrängten Brüder und Schwestern durch unsere Gebete unterstützen, aber auch dadurch das wir öffentlich darüber reden.
  • Bis zum 10. Februar ist die Anmeldung zum digitalen „Tag der Engagierten“ am Samstag 27. Februar (8.30 – 12.30 Uhr) noch möglich. Es geht um die Veränderungen, mit denen wir in Kirche und Gemeinden in den kommenden Jahren rechnen. Nach einem Impuls des Landesbischofs werden zahlreiche Workshops angeboten. Nähere Infos und Anmeldung bis zum 10. Februar auf: www.ekiba.de/tfe oder direkt unter folgendem Link: https://godie.org/kurse/index.php.  
  • Die Freizeitprospekte für unsere Kinderfreizeit im Odenwald (1.-6.8.) und für die Jugendfreizeit in Spanien (26.8.- 9.9) sind draußen!! Sie liegen im Foyer aus und können auch auf unserer Homepage abgerufen werden. Die Nachfrage ist bei beiden Freizeiten enorm. Ein paar Plätze sind aber noch frei.
  • Unser Gemeindediakon Nicolai Hasch sucht für seine bald fünf-köpfige Familie ein neues Domizil, am liebsten ein kleines (bezahlbares) Haus. Wer etwas weiß, darf sich gern bei ihm melden.
  • Zuletzt ein Ausblick auf den Februar:
    Am 21.2. eröffnen wir mit dem Gottesdienst eine Ausstellung mit Bildern der Rastatter Künstlerin Christel Holl zum Glaubensbekenntnis (bis Ostern in der tagsüber offenen Kirche zugänglich). Zugleich beginnt an diesem Tag unsere Predigtreihe zum Thema Gebet.
    Der Missionssonntag am 28. Februar wird zumindest was den Gottesdienst betrifft stattfinden. Wir erwarten Günter Beck von der Deutschen Missionsgemeinschaft.

Herzliche Grüße an Sie und euch alle, auch im Namen des Kirchengemeinderats. Ihr und euer Götz Häuser

Pfarrer Dr. Götz Häuser