Newsletter 46-2021

Liebe Leute in unserer Kirchengemeinde und drum herum,

Am liebsten würde ich in diesen Tagen in eine abgelegene Berghütte verschwinden, weit weg vom Echo der vielen unerfreulichen Nachrichten und bis diese elende Corona-Welle vorübergerauscht ist. Den trüben Winter mit immer mehr Infizierten, mit politischen Unsicherheiten und einer schwer begreiflichen Verantwortungslosigkeit in Sachen Ökologie würden viele gerne einfach überspringen. – Wenn wir nur wüssten, wo wir dann landen … Der Ton wird ungeduldiger und rauher, manchmal auch bei mir. Die Verschwörungserzähler reden laut und viel, und manchmal mag man ihnen glauben. Auch weil dann immer jemand anderes schuld wäre an unseren Schwierigkeiten.

Und dann werden wir im November auch noch ständig an unsere Vergänglichkeit erinnert und dass wir alle früher oder später sterben müssen; übermorgen ist Totensonntag! Dabei gefällt mir jene andere Bezeichnung weitaus besser. In unserer Gemeinde feiern wir jedenfalls den Ewigkeitssonntag: Gottes Fingerzeig über unsere Welt und Zeit hinaus. Ein Blick aus dem Fenster sozusagen, in jene andere Dimension, von der wir nur in Bildern und verschwommen reden können, weil uns Erfahrungen und Worte dafür fehlen.

Aber ist das mit der „Ewigkeit“ und „Gottes neuer Welt“ nicht doch (mal ehrlich) ein durchschaubarer Versuch von Weltflucht und Vertröstung? – Nein! Im Gegenteil! Weil der Blick vom Ende her unseren Horizont erweitert und uns dazu bringt, heute genauer hinzusehen. Und weil das Ziel der Ewigkeit bei Gott uns eben nicht weltfremd oder lebensmüde macht, sondern die Hoffnung stärkt und unsere Tatkraft. Wer ein Zuhause hat in jener „Berghütte“ bei Gott und auf dem Heimweg ist dorthin, der wird hier unten im Tal erst recht engagiert anpacken und wird beharrlich üben, was wir aktuell so dringend brauchen: Barmherzigkeit und Mut, Widerstand und Verständigung.

 Folgenden Infos und Einladungen gebe ich gerne weiter:

  • Herzliche Einladung zum Gottesdienst am kommenden Sonntag 21. November um 10.00 Uhr, am Ewigkeitssonntag, an dem wir an unsere Verstorbenen des vergangenen Jahres denken, aber auch an unsere große Hoffnung und an die Aussicht in die Weite der Gegenwart Gottes später dort und heute hier.
  • In unseren Gottesdiensten (wie auch bei allen Gremientreffen) gelten weiterhin die üblichen Hygieneregeln (Masken, Abstände etc.). Bei allen anderen Veranstaltungen gelten nach Vorgabe unserer Landeskirche (und der Ordnungsämter) in der aktuellen Alarmstufe die die 2G-Regeln, wonach nur Geimpfte und Genesene zugelassen sind. Wir hoffen sehr, dass diese Einschränkungen und nicht mehr lange belasten und unsere Türen in absehbarer Zeit wieder für alle offenstehen. Wer darüber reden und sich aussprechen möchte, darf sich gerne an uns wenden.
  • Am Sonntagabend, am 21. November um 19.30 Uhr treffen wir uns zu im Rahmen eines Gottesdienstes zu einem Gebetsabend für verfolgte Christen. Es geht um über 200 Millionen Schwestern und Brüder, die einen hohen Preis für ihren Glauben zahlen, weil sie ausgegrenzt und benachteiligt werden, inhaftiert oder sogar getötet. Christen sind die am meisten verfolgte religiöse Gruppe in der Welt! Gemeinsam mit katholischen und freikirchlichen Christen wollen wir für unsere bedrängten Schwestern und Brüder beten. Gerhard Pfeiffer von open doors wird uns an diesem Abend besuchen und aus erster Hand berichten.
  • Herzliche Einladung zu einem Offenen Abend am kommenden Donnerstag 25.11. um 20.00 Uhr in unserem Gemeindesaal. Rudolf Martin und sein Schwiegersohn Vital Nsegiyumva erinnern im 25. Jahr nach dem Völkermord in Ruanda von den Hintergründen des Genozids am Volk der Hutu, dem schätzungsweise 1 Million Menschen zum Opfer gefallen sind. Rudolf Martin hat sich intensiv mit dieser Geschichte gefasst, Vital Nsegiyumva stammt aus Ruanda. Auch auch die Frage nach der Versöhnung zwischen verfeindeten Völkern und wie es möglich wird, nach solchen Erfahrungen wieder miteinander zu leben, werden uns an diesem Abend beschäftigen. Es gilt die 2G-Regel.
  • DANKE für erhebliche und erfreuliche Spenden für unser Bauprojekt, bei dem wir in der Planung auf der Zielgeraden sind, um dann im nächsten Schritt die abgeschlossene Planung unserer Landeskirche vorzulegen und dann offiziell den Bauantrag zu stellen. Am Samstag treffen sich Verantwortliche aus dem KGR und aus dem Umbauteam wieder zu einer Arbeitssitzung. Dass unser Film zum Bauprojekt in den vergangenen Wochen inzwischen schon 500 mal aufgerufen und angeschaut wurde, freut uns sehr. Hier nochmals der Link: https://www.youtube.com/watch?v=hTzemXzf-Pc  – gerne auch zum Weiterleiten, darüber reden, andere für unser Projekt gewinnen! Auch mit dem schönen Flyer, der der aktuellen Ausgabe unseres Gemeindebriefs beigelegt ist. Wer weitere Exemplare braucht, darf sich gerne im Foyer bedienen. Wenn sie aufgebraucht sind, drucken wir neue Exemplare nach J.
  • Auf den neuen und neu gestalteten Gemeindebrief dürft ihr euch freuen, der ab heute zum Austragen in der Kirche ausliegt.
  • Und schon mal vorab herzliche Einladung zum Familiengottesdienst am 1. Advent (28. November), mal wieder mit Kleopatra und Co. Der große Stern hängt sogar schon zwischen Turm und Kirche, auch wenn er erst zum Advent hin erleuchtet werden wird.

Mit herzlich-herbstlichen Grüßen, auch im Namen des Kirchengemeinderats,

Ihr und euer Götz Häuser